Hallo ,
Auf dieser Seite möchte ich euch von
meiner Gelungenen Vermehrung des Hypancistrus Zebra (L46) berichten .


Oft werde ich nach einer Methode zur Vermehrung von Hypancistrus gefragt.
Leider gibt es keine eindeutige Vorgehensweise zur Zucht, da ein Lebewesen ja
keine Maschine ist. Schlagt euch also jetzt schon aus dem Kopf das man mit
meiner Methode Automatisch Welsnachwuchs bekommt. Aber Versuchen könnt ihr es ja
.....
Kurzbeschreibung der ersten erfolgreichen Nachzuchten:
Ansatz:
Geschlechterverhältnis meist 1/3
Zuchtbecken 200l, Holzaufbauten , 6 Tonröhren (kleine & mittlere)
Filterung HMF über Luftfilterung 2 Ausläse ca. je 300 l/h, zusätzlich temporär
Strömungspumpe 350 l / h über Zeitschaltuhr (alle 2h/30 min)
Wasserwerte LW 250-350, ph 6.0-6.5
Temperatur 29 Grad
Vorgehen:
Der wöchentliche Wasserwechsel betrug 30% des Becken Volumens und der LW durch
Frischwasserzugabe (Leitungswasser) auf 500µS erhöht.
Die Wassertemperatur wurde von 27 auf 31 Grad angehoben, Fütterung mit
verschiedenem Frostfutter, Spirullinatabletten,
Diskusgranulat und Handelsüblichen Flockenfutter.
Danach erfolgte alle 7 Tage ein Wasserwechsel mit kaltem Regenwasser das mit
einem Leitwert von unter 20 µS fast Osmose Wasserwerte erreichte,
Der Anfangszustand wurde somit durch Regelmäßige kalte Frischwasserzugabe und
damit verbundene Senkung des Leitwertes so wie
Schwankungen der Temperatur wieder in den Urzustand zurückversetzt.
Anfänglich nahm ich kein Leitungswasser sonder härtete das Wasser mit Meersalz
auf. Das sollte Sicherstellen das ich alle
Mineralien die im Amazonasgebiet vorkommen auch in meinem AQ wieder finden
wollte.
Da ja der Amazonas irgendwann im Meer endet sammeln sich dort ja auch alle
Mineralien aus dem Amazonasgebiet an und wohl noch ein Paar mehr!
Dadurch sollten keine Mangelerscheinungen wie Hexamita usw. auftreten!
Vorteil von Meersalz ist auch das der Kh wert nur gering in de Höhe geht !
Inzwischen hab ich aber festgestellt das dieses Vorgehen zumindest auf die Zucht
von Hypancistrus nicht nötig ist und verschneide das Wasser wieder mit
Leitungswasser und gebe nur ab und zu eine wenig ins Regenwasser.
Ablaichen / Brutpflege:
Die Paarung erfolgte am Abend Kurz bevor das Licht ausging und dauerte bis zum
anderen Morgen, eventuell werden bei der
Paarung auch Pausen eingelegt aber genau kann ich dies nicht nachvollziehen, da
ich die Paarung nicht die ganze Nacht beobachten wollte
um die Tiere nicht zu stören. Abgelaicht wurde in einer Selbstgebrannten
Tonröhre die ungefähr die Größe eines 32mm PVC rohres hat.
Das Gelege wurde die ganze Zeit vom Männchen bewacht und betreut, gelegentlich
fächelte das Männchen mit den Flossen
um so Frischwasser über das Gelege zu leiten. Das Weibchen beteiligt sich nicht
bei der Brutpflege.
Schlupf und Aufzucht:
Die Jungen Welse Schlüpfen nach 5-7 tagen und werden vom Männchen noch einige
Zeit weiter betreut.
Die Jungfische wachsen wie auch die Alttiere recht langsam & sind nach etwa
einem halben Jahr ca. 4cm. ein schnelleres Wachstum
konnte ich mit entkapselten Artemiaeieren ereicht werden. Die kleinen ereichten
mit dieser Methode innerhalb 6Monate eine Größe von 5,5-6 cm.
Es ist aber wichtig die Tiere ausgewogen zu ernähren.
Anmerkungen:
Dieser Bericht ist und soll keine Gebrauchsanleitung für die Zucht darstellen,
und beinhaltet keine gesicherten Erkenntnisse.
Die Dokumentation erfolgte leider erst Monate Später aus dem Kopf. Ist die
Vermehrung ein paar Mal gelungen scheinen die Tiere auch mit weniger Aufwand zur
Fortpflanzung zu bewegen.
Wie bei vielen Fischen scheint für den Erfolg ausschlaggebend zu sein, dass die
Zuchttiere gut und artgerecht angefüttert werden.